Yayla Çorbası ist eine cremige türkische Joghurtsuppe, deren Name übersetzt „Hochlandsuppe“ bedeutet – sie stammt aus den anatolischen Almregionen. Mit Reis, Joghurt und getrockneter Minze ist sie ein Klassiker, der das ganze Jahr über als wärmende Vorspeise oder leichtes Hauptgericht serviert wird. Besonders an kühlen Tagen wärmt sie von innen.
Zutaten (4 Portionen)
- 100 g Rundkornreis
- 1,2 l Gemüsebrühe oder Wasser
- 400 g türkischer Naturjoghurt (Vollfett)
- 1 Ei
- 1 EL Mehl
- 1 EL Speisestärke
- 50 g Butter
- 1 EL getrocknete Minze
- 1 TL getrockneter Thymian (optional)
- 1 TL Salz
- 1 Prise schwarzer Pfeffer
- 1 TL Paprikaflocken (Pul Biber, optional)
Zubereitung
- Den Reis in einem Sieb gründlich kalt abspülen, bis das Wasser klar ist. In einem großen Topf die Brühe zum Kochen bringen, den Reis hinzufügen und bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten weich köcheln lassen.
- Währenddessen in einer Schüssel den Joghurt mit dem Ei, dem Mehl und der Speisestärke glatt verrühren, bis eine klümpchenfreie Masse entsteht.
- Mit einer Schöpfkelle nach und nach etwa 2–3 Kellen heiße Brühe in die Joghurtmischung rühren, um sie langsam zu temperieren – so gerinnt der Joghurt später nicht.
- Die temperierte Joghurtmischung unter ständigem Rühren in den Topf zum Reis geben. Wichtig: dabei immer in dieselbe Richtung rühren, damit die Suppe schön cremig bleibt.
- Die Suppe unter ständigem Rühren bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 8–10 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie leicht eindickt. Nicht stark sprudelnd kochen lassen.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- In einer kleinen Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen, die getrocknete Minze (und nach Wunsch Pul Biber) kurz für etwa 30 Sekunden darin anschwitzen, bis es duftet.
- Die Suppe in Schüsseln füllen, die heiße Minzbutter darüberträufeln und sofort heiß servieren.
Nährwerte (pro Portion)
- Kalorien: 240 kcal
- Eiweiß: 9 g
- Fett: 12 g
- Kohlenhydrate: 24 g
Tipps
- Damit der Joghurt garantiert nicht gerinnt, immer Zimmertemperatur verwenden und die Mischung langsam mit heißer Brühe temperieren – niemals kalten Joghurt direkt in die kochende Suppe geben.
- Statt Reis kannst du auch eine Handvoll vorgekochte Kichererbsen oder feine Backerbsen verwenden – das ist eine beliebte anatolische Variante.
- Für eine sämigere Konsistenz die Suppe etwas länger köcheln lassen; ist sie zu dick, einfach mit etwas heißer Brühe verdünnen.
- Ein Spritzer Zitronensaft am Ende gibt der Suppe eine frische Note und unterstreicht den säuerlichen Joghurtgeschmack.
Häufige Fragen
Warum gerinnt mein Joghurt in der Suppe?
Joghurt gerinnt, wenn er zu schnell zu großer Hitze ausgesetzt wird. Verwende Joghurt mit Zimmertemperatur, mische ihn mit Ei und Stärke und temperiere ihn langsam mit heißer Brühe, bevor du ihn in den Topf gibst. Rühre außerdem ständig in eine Richtung.
Kann ich Yayla Çorbası vorbereiten und aufbewahren?
Ja, die Suppe hält sich im Kühlschrank 2–3 Tage in einem luftdichten Behälter. Beim Aufwärmen nur sanft bei niedriger Hitze erhitzen und unter Rühren, nicht sprudelnd kochen, damit der Joghurt cremig bleibt. Bei Bedarf etwas Brühe nachgießen.
Wozu passt die türkische Joghurtsuppe als Beilage?
Yayla Çorbası schmeckt klassisch mit frischem türkischem Fladenbrot (Pide oder Lavaş). Sie passt auch hervorragend als wärmende Vorspeise vor Grillgerichten oder als leichtes Abendessen für sich allein.





